Im Regen
Im Regen Unterm Holzdach hocken, wenn die Wasser rauschen, wenn die Regenfrauen murmelnd wandeln durch die nassen Auen, triefend wehen ihre Wasserlocken – Unterm Holzdach ist es gut zu warten, einmal wieder wohl pfeift der Goldpirol, und die Rosen leuchten heiĆ im Garten. Hƶr die Tropfen fallen, hƶr die Tropfen hallen, rings im Kreise singt das Regenlied, abwƤrts geht die Wasserflut mit Schallen, die die Erde saugend niederzieht, hier im Regenwebstuhl sitzen wir gefangen, NƤsse steht in FƤden steil und schwer, NƤsse flackert wie der Einschuss quer, den die Regenweberschifflein schwangen, aber müder wehen schon die StrƤhnen, aber ferner wird schon der Gesang, wie ein leises Echo nur zu wƤhnen von des talwƤrts ziehnden Wassers Gang. Warten noch und lauschen, letzte Tropfen fallen, leise durch die Ruhe geht schon wieder Takt der Wanderschuhe, und die regenschweren Wipfel rauschen, Unterm Holzdach warten wir noch gerne, dampfend liegt das Tal – Da, mit einem Mal leuchtet hoch am Passe blau...