Am Bogenfenster
Am Bogenfenster
Nach einem Bilde von Max Ainmiller.
An dem hohen Fensterbogen
sitzt ein junger Mönch allein.
Grüne Wipfel leise wogen,
in dem hellen Frühlingsschein.
Flügelschnelle Schwalben wiegen
sich im Sonnenglanz vorbei,
Lerchen die zum Himmel stiegen
jubeln dort ihr Lied dem Mai.
sitzt ein junger Mönch allein.
Grüne Wipfel leise wogen,
in dem hellen Frühlingsschein.
Flügelschnelle Schwalben wiegen
sich im Sonnenglanz vorbei,
Lerchen die zum Himmel stiegen
jubeln dort ihr Lied dem Mai.
Kommt ein Schwalbenpaar geflogen –
sinnend schaut der Mönch hinaus,
wie sie bau'n am Fensterbogen
sich ihr traulich Heimathhaus.
Und ein wunderbares Sehnen
ihm im Herzen bebend schwillt,
dass von ungekannten Tränen
ihm das Auge überquillt.
sinnend schaut der Mönch hinaus,
wie sie bau'n am Fensterbogen
sich ihr traulich Heimathhaus.
Und ein wunderbares Sehnen
ihm im Herzen bebend schwillt,
dass von ungekannten Tränen
ihm das Auge überquillt.
Heinrich Seidel (1842 –1906)
Bild: Max Emanuel Ainmiller (1807–1870): Hallway of the cloister, 1844, Alte und Neue Nationalgalerie, Museum Berggruen, Berlin.
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