Doktor Schiwago


 „Doktor Schiwago“ (1965), unter der Regie von David Lean, wird oft für seine epische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Russischen Revolution erinnert. Doch die Entstehungsgeschichte des Films ist genauso beeindruckend wie die Handlung selbst. Da Lean auf der Schwarzen Liste stand und nicht in der Sowjetunion drehen durfte, wurden die russischen Landschaften größtenteils in Spanien nachgebaut. Die verschneiten Szenen, die für die Stimmung des Films so wichtig sind, entstanden durch ein filmisches Täuschungsmanöver: Während der Dreharbeiten herrschte einer der wärmsten Winter Spaniens, weshalb man Marmorstaub und weiße Plastikbahnen einsetzte, um endlosen Schnee zu simulieren. Der berühmte Eispalast, in dem sich Yuri und Lara wiederfinden, wurde mit Bienenwachs überzogen, um Frost darzustellen.


Auch die Besetzung ist eine spannende Geschichte. Omar Sharif, zunächst für eine Nebenrolle vorgesehen, überzeugte Lean davon, die innere Zerrissenheit von Yuri Schiwago zu verkörpern. Um sein Aussehen slawischer wirken zu lassen, wurde Sharifs Haaransatz verändert, seine Haut aufgehellt und seine Augen mit Make-up täglich neu gestaltet. Julie Christie als Lara brachte Zerbrechlichkeit und Stärke zugleich in die Rolle. Trotz anfänglicher Kritik wurde der Film zum weltweiten Erfolg. Maurice Jarres unvergessliche Filmmusik, besonders „Laras Thema“, wurde zu einem kulturellen Phänomen und machte „Doktor Schiwago“ zu einem der erfolgreichsten Filme seiner Zeit.

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