DIE VERSUNKENE KRONE

DIE VERSUNKENE KRONE
Da droben auf dem Hügel,
Da steht ein kleines Haus;
Man sieht von seiner Schwelle
Ins schöne Land hinaus.
Dort sitzt ein freier Bauer
Am Abend auf der Bank,
Er dengelt seine Sense
Und singt dem Himmel Dank.
Da drunten in dem Grunde,
Da dämmert längst der Teich.
Es liegt in ihm versunken
Eine Krone, stolz und reich;
Sie läßt zu Nacht wohl spielen
Karfunkel und Saphir;
Sie liegt seit grauen Jahren,
Und niemand sucht nach ihr.
(Ludwig Uhland, zit. nach Gutenberg)

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